WB Gösserareal Spittal
Architekturwettbewerb | 1. Preis
2021 - 2024 | Spittal an der Drau | Kärnten
Bauaufgabe:
Auftrag:
Status:
Leistung:
Städtebaulicher Wettbewerb
nicht realisiert / Studien
Wettbewerb
Architektur:
Mitarbeit:
Bauleitung:
Bild:
okai + projekt CC
okai / projekt CC
LEITIDEE . VOM FLUSS DER PLÄTZE
Der Zuschnitt des Gösser-Areals wird geprägt durch die Villacher Straße im Süden und die Edlinger Straße im Norden. Diese bilden ein sich nach Osten hin öffnendes Areal aus, welches stadtauswärts von Privatgärten begrenzt wird. Der durch diese Wege entstehende Bewegungsfluss wird im Projekt aufgenommen und thematisiert. Dabei wird eine neue Bewegungsachse eingeführt, die zu den Begleitstraßen hin mit den Handels- und Gewerbeflächen bespielt wird und im Innenbereich des Quartiers eine Abfolge an geschützten Plätzen und Höfen mit hoher Qualität entstehen lässt. Vom einladenden Treffpunkt im Biergarten, über den Marktplatz mit seiner zentralen Rolle als Verteiler bis hin zum Markt entsteht ein neuer Hof mit großer Aufenthaltsqualität. Zum Kreisverkehr hin wird die Bebauung wieder geöffnet um in diesem Bereich den ruhenden Verkehr einfließen zu lassen und für Anlieferungen zu öffnen. Über der neuen Aufschließungsstraße im Osten wird das Areal wieder mit einem Hof geschlossen, die Bewegung wir aufgefangen und in die gewerblich genutzten Gebäude verteilt.
STÄDTEBAU
Die Handels- und Gewerbeflächen im Areal A1 werden hofbildend den Straßenzügen folgend situiert und mit einer zusammenhängenden „Dachplatte“ überbaut. Diese wird zum Erdgeschoß für die darauf organisierte Wohnbebauung welche über drei Treppen und Lifte strategisch an den Marktplatz und die Tiefgarage angeschlossen wird. Im Areal B im Osten wird der Hof ebenfalls an drei Seiten mit den Gewerbeflächen umbaut und zum logischen Verteiler.
Die Wohnbebauung wird von der Villacher Straße abgewandt in Form von „kleineren“ Kuben organisiert, welche in ihrer Ausformulierung und unterschiedlichen Höhenstaffelung der Umgebung angepasst werden. Zwischen den Wohnbaukörpern entstehen Dachgärten und Spielbereiche. Die so gesetzten Baukörper bewirken eine gute Belichtung der Wohnungen, der Innenhöfe und der Bestandsbebauung im Norden.
Am Kreisverkehr im AREAL B3 markiert ein 4-geschoßiger Hochpunkt die Zufahrt zum neuen Quartier, welche einfach und übersichtlich in die Parkbereiche führt. Richtung Osten zu den Privatgärten werden die Baukörper in ihrer Höhe abgestuft ausgeführt. Die drei Parzellen werden so ausformuliert, dass eine gekoppelte Bebauung möglich ist.
AREAL II - der Kopf
In diesen Bereich wird ein markanter Baukörper vorgeschlagen, der den Vorplatz Richtung Stadt öffnet und Richtung Quartier lenkt. Der neue Gastgarten mit seinen Bäumen wird bereits von der Lieserbrücke aus wahrgenommen.
ÖKOLOGIE
Das Dach der Gewerbezone im Areal I wird als Gründach mit Intensivbegrünung projektiert. Es entstehen Dachgärten und Wiesen. Im Bereich der ebenerdigen Plätze und Parkplätze, sowie entlang der Straßen werden mittelgroße Bäume, wie Spitzahorn Acer Platanoides 20-30m Höhe und blühende Zierkirschen mit 8 - 10m Höhe geplant. Diese Maßnahmen schaffen ein angenehmes Kleinklima, die Stellung der Baukörper begünstigt den Luftstrom und reduziert die sommerliche Überhitzung.
Die Dachflächen werden mit PV-Anlagen belegt und werden im Direktverbrauch genutzt.
Unter dem großen Parkplatz ist ein großer Sickerkörper geplant.





